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Deutsch-tunesische Partnerschaft: Uni Kassel begleitet Transformation in Tunis PDF Drucken E-Mail

„Verantwortung, Gerechtigkeit und Erinnerungskultur“ - so lautet der Titel eines Projekts von Kasseler Philosophen und Germanisten mit der Manouba-Universität in Tunis. Es soll auch einen Beitrag zur Modernisierung der dortigen Wissenschaft leisten.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat im Rahmen seines neuen Programms „Deutsch-Arabische Forschungspartnerschaften (Al Tawasul)“ ein gemeinsames Projekt der Kasseler Philosophen und Germanisten mit der Manouba-Universität Tunis bewilligt. Mit diesem Programm beabsichtigt der DAAD, mit Hilfe deutscher Hochschulen einen Beitrag zur Modernisierung der Ausbildung und Forschung, zur wissenschaftlichen Innovationskraft sowie zur Herausbildung von Demokratie und Rechtsstaat in den Partnerländern Tunesien und Ägypten zu leisten. Dem dient das Projekt Kassel-Tunis mit seiner germanistischen, medienwissenschaftlichen und philosophischen Schwerpunktsetzung auf „Verantwortung, Gerechtigkeit und Erinnerungskultur“. Für die ersten Programm-Schritte 2013 stellt der DAAD zunächst 70.000 Euro zur Verfügung.

Die Universität Manouba besitzt das älteste germanistische Institut in Tunesien. Die Forschungspartnerschaft mit dieser Universität sieht die Gründung einer deutsch-arabischen Graduiertengruppe vor, die bereits im Februar zu einem ersten Kolloquium in Tunis zusammenkommen wird; das nächste Treffen wird im Laufe des Jahres in Kassel stattfinden. Zudem ist ein regelmäßiger Austausch der Lehrenden aus beiden Ländern vorgesehen, mit dem eine Vernetzung von Wissenschaftlern und Graduierten angestrebt wird.

Germanistische Kompaktveranstaltungen zu „Literatur und Film“, „Sprachdidaktik“ und „Literaturdidaktik“ und ein philosophischer Kompaktkurs zu Kant in Tunis und Medenine sollen im Frühjahr und Sommer der Fortbildung von Doktoranden, Postdoktoranden, Habilitanden und Dozenten und der Modernisierung der Lehre dienen. Das Projekt will darüber hinaus einen konzeptionellen Beitrag zur Verbesserung der tunesischen Studien- und Forschungsbedingungen leisten. Koordinator des gesamten Projekts ist Dr. Sarhan Dhouib, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Universität Kassel. Ansprechpartner ist bei den Philosophen Prof. Dr. Gottfried Heinemann, bei den Germanisten Prof. Dr. Peter Seibert.

Hier finden Sie den Download für weitere Informationen.

 
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© DAG am Montag, 23. Oktober 2017
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