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Jeddah Economic Forum 2013 angekündigt PDF Drucken E-Mail

Vom 16.-18. März 2013 findet im Hilton Hotel Jeddah das jährliche Jeddah Economic Forum statt.

Zum Forum gehört eine Fachausstellung. Rund 2.500 Teilnehmer aus aller Welt werden erwartet. In diesem Jahr ist das Hauptthema, Wohnraum für die rasant wachsende Bevölkerung zu schaffen. Lösungen für dieses Problem sollen u. a. Fachleute aus China, Indien und Deutschland aufzeigen, da man in diesen Ländern viel Erfahrung in der Schaffung von Wohnraum habe. Man erwartet konkrete Vorschläge, die bei den beim Forum anwesenden Regierungsvertretern auf fruchtbaren Boden fallen sollen. Der Wohnungsmarkt ist riesig, denn 60 Prozent der Saudis, in der Mehrzahl junge Leute, haben keine eigenen Häuser und wenn das Problem nicht gelöst wird, können daraus schnell 80 Prozent werden, so heißt es von Vorstandsmitgliedern der Industrie- und Handelskammer in Jeddah. Dort hat man auch Zahlen parat, nach denen das Königreich 1,4 Mrd. Saudi Rial benötigt um 2 Millionen Häuser in den kommenden Jahren zu bauen. Ideen gibt es schon viele, z. B. hat man erkannt, dass die Entwicklung eines Baukonzepts hilfreich wäre, um mehr Häuser billig und schnell zu bauen und dass sich mehr Zement- und Steinfabriken im Land etablieren sollten.

Die wirtschaftliche Situation zu Beginn des Jahres 2013 könnte besser nicht sein: Das Land befindet sich im anhaltenden Aufschwung. Das Bruttosozialprodukt wuchs in 2012 um 6,8 Prozent, der Bau-, Transport- und Kommunikationssektor wuchs zweistellig, die Schulden schmolzen auf 26,1 Mrd. USD (3,6 % des Bruttosozialprodukts). 76 Mrd. USD werden für neue Projekte bereit gestellt, 54 Mrd. USD sollen für Bildung und Ausbildung ausgegeben werden, 26 Mrd. USD fließen in den Gesundheitsbereich für 5 neue „Medical Cities“ und 19 neue öffentliche Krankenhäuser. Die zur Verfügung stehenden Gelder für Transportwesen und die Bereiche Wasser, Industrie und Landwirtschaft belaufen sich auf 17 bzw. 15 Mrd. USD. Inzwischen trägt der Privatsektor mit 58 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Der IMF stellt fest: Saudi-Arabien hat die hohen Öleinnahmen dazu genutzt, für schnelleres Wachstum zu sorgen und die gesteckten Entwicklungsziele zu erreichen. Und auch die Rating Agentur Standard and Poor’s sieht mit dem Rating auf AA- stabile Zukunftsaussichten. (Quelle für die Zahlen: Industrie- und Handelskammer in Jeddah).

 

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Text und Foto: Barbara Schumacher
 

 
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© DAG am Freitag, 20. Oktober 2017
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