Home arrow Politik arrow Große Feier zum 50. Jubiläum der Deutsch-Jordanischen Gesellschaft (DJG)
Große Feier zum 50. Jubiläum der Deutsch-Jordanischen Gesellschaft (DJG) PDF Drucken E-Mail

Nachdem das ganze Jahr über besondere Veranstaltungen, wie Jubiläumsreise nach Jordanien, Jugendaustauschaktivitäten und Sonderausstellungen stattfanden bzw. noch bis ins Neue Jahr reichen, hatte man mit Spannung den 6. Oktober 2013 erwartet. An diesem Tag lud die Landeshauptstadt Hannover aus dem Jubiläumsanlass zu einem Empfang in die Ratsstube des Neuen Rathauses ein.

Bernd Strauch, 1. Bürgermeister, sprach das erste Grußwort, es folgten Dipl. Ing. Helmut Henseler (Präsident der DJG), Dipl. Ing. Birgit Tesic-Kurth (Vizepräsidentin und Landesvorsitzende Niedersachsen) und schließlich Dr. Mazen Tal, der Botschafter von Jordanien, der sich in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Hannover eintrug (siehe Foto unten v. l. n. r.: Henseler, Dr. Mazen Tal, Tesic-Kurth, Strauch). Warum Hannover? Hier war die DJG im Jahr 1963 durch den heutigen Ehrenpräsidenten Honorarkonsul Kurt Uihlein gegründet worden. Der Hannoversche Unternehmer pflegte beste Kontakte zu König Hussein, die sich als für die Gesellschaft hochgradig wertvoll erwiesen. Ein wenig hat dazu sicher die Tatsache beigetragen, dass beide den gleichen Geburtstag haben: am 14. November. Im Laufe der Jahre hatte Hannover eine zentrale Rolle gespielt, bis Konsul Uihlein im Alter von 82 die Führung der DJG im Jahr 2001 in jüngere Hände legte. Zu den vielen Höhepunkten seiner Zeit gehörte sicherlich der Jordanische Pavillon während der EXPO 2000, der mit seinem originellen Skulpturengarten – Architektin war Birgit Tesic-Kurth - Aufsehen erregte. Konsul Uihlein konnte der Jubiläumsfeier wegen Krankheit nicht beiwohnen.

 

Im Anschluss an den Empfang im Rathaus begab sich die Festgesellschaft ins gegenüberliegende Maritim Grand Hotel zum festlichen Galaabend, der unter der Schirmherrschaft von SKH Prinz Hassan bin Talal stand. Mit Prinz Hassan bestehen seit Jahrzehnten gute Kontakte besonders in den Bereichen Forschung und Bildung und nach der Gründung der Jordan-German Business Association gab es zunehmende Anlässe für Besuche des Prinzen bei der DJG.

 

ImageZu dem Jubiläum extra aus Jordanien angereist war SE Dr. Saleh Rusheidad (siehe Foto l.), der früher in Jordanien vier Ministerposten bekleidet hatte, wegen seines Studiums des Bauingenieurwesens an der Uni Leipzig perfekt Deutsch spricht und heute Präsident der von ihm 2002 gegründeten Schwestergesellschaft Jordanisch-Deutsche Freundschaftsgesellschaft ist, mit Sitz in Amman, selbstverständlich freundschaftlich verbunden mit der DJG. Im Jahr 2009 wurde er als Senator vom König ins Jordanische Oberhaus berufen. Dr. Rusheidad war von 2003 bis 2005 Jordanischer Botschafter in Berlin. Die Jubiläumsfeier bot also die seltene Gelegenheit, einen ehemaligen und den amtierenden Botschafter eines Arabischen Landes in Hannover zu erleben. In die Amtszeit von Dr. Rusheidad fiel die Ausstellung „Gesichter des Orients“ von Oktober 2004 bis Mai 2005 in Berlin. Diese Ausstellung, unter der Schirmherrschaft von König Abdullah II und Königin Rania, war die größte Ausstellung jordanischer Altertümer, die jemals außerhalb Jordaniens stattfand. Die „Stars“ der Ausstellung, die rund 10.000 Jahre alten Statuen von Ain Gazal sind längst wieder an ihrem Platz: im Archäologischen Museum innerhalb der Zitadelle in Amman. Auf die Frage nach seiner derzeitigen beruflichen Tätigkeit antwortet Dr. Rusheidad: „Ich bin Generalsekretär der Arab Renewable Energy Commission AREC, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die erneuerbaren Energien in allen Ländern der Arabischen Liga durchzusetzen“. In dieser Funktion kann er etwas bewegen: „Ich sehe mich als Brücke zwischen Privatinvestoren und offiziellen Stellen. Gerade habe ich z. B. einer Deutschen Firma den Kontakt zum Jordanischen Energieminister vermittelt.“ Brücken bauen zwischen Deutschland und Jordanien ist seit Jahrzehnten sein Engagement und damit beginnt er schon in einem Frühstadium, nämlich bei den zahlreichen bilateralen Jugendaustauschprogrammen der DJG.

 

Unter den Gästen war auch Peter H. Hellmuth vom Vorstand der Deutsch-Jemenitischen Gesellschaft, der als einziger der Einladung an alle bilateralen Deutsch-Arabischen Gesellschaften gefolgt war. Zu den prominenten Gesichtern zählten Walter Hirche, ehemaliger Wirtschaftsminister in Niedersachsen und MdB Günter Gloser.

 

Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Udo Steinbach, ehem. Direktor des Orient-Instituts, Hamburg.

 

Wer sich für die interessante Geschichte der DJG interessiert, dem sei das von der DJG herausgegebene Buch „Jordanien und Deutschland – Über die Vielfalt kultureller Brücken“ empfohlen (ISBN: 978-3-89500-945-7).

 

Image

 

Foto v. l. n. r.: Henseler, Dr. Mazen Tal, Tesic-Kurth, Strauch
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text und Fotos: Barbara Schumacher

 

 

 
< zurück   weiter >
© DAG am Mittwoch, 24. Mai 2017
Powered by Joomla