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Islamwissenschaftlerin Prof. Dr. Gudrun Krämer mit Gerda Henkel Preis 2010 geehrt PDF Drucken E-Mail

Die Islamwissenschaftlerin Prof. Dr. Gudrun Krämer von der Freien Universität Berlin ist in Düsseldorf mit dem Gerda Henkel Preis ausgezeichnet worden. Die Direktorin der Graduate School Muslim Cultures and Societies der Freien Universität erhielt die mit 100.000 Euro dotierte Ehrung für ihre Forschungen zu Geschichte, Kultur, Religion und Wertvorstellungen der Muslime.

Die Jury würdigte Gudrun Krämers Beiträge als Arbeiten, aus denen auch Erklärungsmuster für gegenwärtige Konflikte gewonnen werden könnten. Der internationale Forschungspreis der Gerda Henkel Stiftung wird alle zwei Jahre verliehen. Gudrun Krämer ist die erste Islamwissenschaftlerin, die ihn erhält.

Gudrun Krämer wurde 1953 in Marburg geboren. Sie studierte von 1972 bis 1978 Geschichte, Islam- und Politikwissenschaft sowie Anglistik in Heidelberg, Bonn und Sussex. 1982 wurde sie an der Universität Hamburg im Fach Islamwissenschaft mit einer Arbeit über die jüdische Minderheit in Ägypten promoviert. Es folgte eine mehrjährige Tätigkeit als Nahost-Referentin der Stiftung Wissenschaft und Politik in Ebenhausen bei München. Nach der Habilitation im Jahr 1993 mit einer Schrift über das Thema „Gottes Staat als Republik“ nahm sie 1994 eine Professur für Islamwissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn an. Gastdozenturen und -professuren führten sie nach Kairo, Bologna, Paris, Jakarta, Erfurt und Beirut. 1996 folgte sie dem Ruf an die Freie Universität Berlin. Seit 2007 ist Gudrun Krämer Direktorin der im Rahmen der Exzellenzinitiative gegründeten Graduate School Muslim Cultures and Societies der Freien Universität Berlin.

Gudrun Krämer ist Mitherausgeberin der „Encyclopaedia of Islam Three“. In deutscher Sprache erschienen unter anderem ihre mehrfach aufgelegten Darstellungen der „Geschichte Palästinas“ und der „Geschichte des Islam“. Zuletzt veröffentlichte sie den Titel „Hasan al-Banna“, eine englischsprachige Biographie des Gründers der ägyptischen Muslimbruderschaft, Hasan al-Banna.

Den vollständigen Artikel vom 8.11.10 können Sie hier lesen.

 
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© DAG am Samstag, 20. Januar 2018
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