Deutsche Hochschulen engagieren sich erfolgreich im Nahen Osten

Die ersten 130 Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen der Deutsch-Jordanischen Universität konnten in dieser Woche ihre Abschlusszeugnisse entgegen nehmen. In das Studium ist ein Jahr in Deutschland mit einem Praktikumssemester integriert.

„Die deutschen Hochschulen tragen mit internationalen Studienangeboten und Ausgründungen im Ausland dazu bei, einem möglichst breiten Teil der Weltbevölkerung den Zugang zu höherer Bildung und die Teilhabe an wissenschaftlicher Innovation zu ermöglichen“, sagte HRK-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel dazu am 19.11.10 in Bonn. Sie hatte an der Graduierungsfeier in Amman teilgenommen. Das internationale Engagement nütze auch den Hochschulen selbst. „Der Mehrwert geht vom Ausbau von Lehr- und Forschungskooperationen, über interkulturellen Austausch und Rekrutierung internationaler Studierender, die strategische Positionierung auf dem globalen Bildungsmarkt bis hin zu Kooperationen mit ausländischen Wirtschaftsunternehmen.“
Die Deutsch-Jordanische Hochschule (German-Jordanian University – GJU) ist ein Beispiel dafür, wie sich Hochschulen auch im Ausland mit eigenen, in diesem Fall sehr praxisorientierten Studiengängen in Zusammenarbeit mit Hochschulpartnern profilieren können. Über 60 deutsche Hochschulen sind mit Unterstützung des DAAD an der Entwicklung von Curricula, der Betreuung der einzelnen Studiengänge und der Vermittlung von Studien- und Praktikumsplätzen in Deutschland beteiligt.
Die GJU steht neben Projekten in Ägypten (German University in Cairo) und dem Oman (German University of Technology) für die zunehmende Bedeutung der Region für die deutschen Hochschulen. Die HRK unterstützt die Kooperationsbestrebungen ihrer Mitglieder und wird unter anderem im kommenden Jahr ein Koordinierungsgespräch zur Hochschulzusammenarbeit mit Jordanien durchführen.

Quelle: Hochschulrektorenkonferenz (HRK)