Freie Universität weitet ihr Netzwerk auf Maghreb-Raum aus

Die Freie Universität Berlin hat mit der marokkanischen Ecole de Gouvernance et d'Economie (EGE) de Rabat einen Kooperationsvertrag geschlossen.

Die Vereinbarung ermöglicht es zunächst Bachelor-Studierenden der Geschichts-, Kultur-, und Politikwissenschaften, einen ein- oder zweisemestrigen Studienaufenthalt an der marokkanischen Partnerinstitution zu verbringen. Nach dem verstärkten Ausbau der bilateralen Kooperationen mit ägyptischen Universitäten erstreckt sich das Netzwerk der internationalen Partnerschaften der Freie Universität nun auch auf den Maghreb-Raum.
 
Das Studium kann an der EGE in Rabat sowohl in englischer als auch in französischer Sprache absolviert werden. Geplant ist es, den Austausch auf Graduierte, Postgraduierte und Lehrende auszuweiten. Schon heute bietet sich die neue Partnerhochschule in Rabat für Graduierte und Doktoranden, die in der Region forschen wollen, als Anlaufstelle an. Für die Umsetzung wissenschaftlicher Projekte mit Regionalbezug finden sich an der EGE - über die infrastrukturelle Unterstützung hinaus - wichtige Anknüpfungspunkte für den transkulturellen wissenschaftlichen Dialog.

Entstanden ist die Kooperation durch die engen Kontakte zum Institut d'Etudes Politiques (Sciences Po) in Paris. Der langjährige Pariser Partner arbeitet seinerseits eng mit der EGE zusammen. "Vor diesem Hintergrund gilt es nun die trilaterale Zusammenarbeit zwischen Paris, Rabat und Berlin zu intensivieren", sagt die Koordinatorin des Studentenaustauschs am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität, Dr. Sabine von Oppeln. Schon jetzt können sich die Studierenden des gemeinsamen Partners in Rabat auch für die Teilnahme an dem Doppel-Master-Studiengang Politikwissenschaft-Affaires Européennes / Affaires Internationales von Sciences Po und der Freien Universität bewerben.

Diese Vereinbarung ist umso interessanter vor dem Hintergrund, dass sich in den Maghreb-Ländern die politische Landschaft aktuell dramatisch verändert und die neue und mit privaten Mitteln aufgebaute Hochschule in Rabat sich in den aktuellen Reformprozessen und Umbrüchen als Akteur sieht. So richtete die EGE im Juni dieses Jahres eine Diskussionsveranstaltung aus, in der Studierende vor Vertretern der beratenden Kommission für die Verfassungsreform ihre Ideen zur Reform der marokkanischen Verfassung vortragen konnten. Dies entspricht dem Leitbild und dem Anspruch der Hochschule, "durch den Aufbau einer neuen Bildungselite zum Aufbau eines Marokko von Morgen beizutragen".

Kontakt
Gesa Heym-Halayqa
Erasmus Institutional Coordinator
Abteilung Außenangelegenheiten der Freien Universität Berlin
Tel.: 030 - 838 - 73443
E-Mail: gesa.heym-halayqa(at)fu-berlin.de

Dr. Sabine von Oppeln
Leiterin des Studiengangs
Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin
Arbeitsstelle Europäische Integration
Tel.: 030 - 838 - 55016
E-Mail: oppeln(at)zedat.fu-berlin.de

Quelle: Freie Universität Berlin